KLOSTER SANKT PETER BLUDENZ
KLOSTER SANKT PETER BLUDENZ
Geschichte
1798 bringt der Stiftsschaffner von Einsiedeln, Plazidus Kälin, das gnadenreiche Marienbild in einer verschlossenen Kiste unter Einsatz seines Lebens nach St. Peter in Sicherheit - die erste Station einer längeren Irrfahrt des Gnadenbilds, bis es 1803 wieder nach Einsiedeln zurückkehren kann. Die Muttergottes bleibt mehr als zwei Jahre im Kloster St. Peter. Deshalb wird sie noch heute dort verehrt. Eine Nachbildung der Einsiedler Muttergottes (Foto oben rechts) findet sich beim linken Seitenaltar der Kirche. Weiter ...
Das vermutlich um 1286 gegründete Sankt Peter gilt als ältestes bestehendes Kloster im Land Vorarlberg.
Eine besondere Geschichte hat die Bludenzer Muttergottes.
Sie befinden sich hier: Kloster Sankt Peter - Unser Haus - Geschichte bis 1800
Die erste urkundliche Nennung der St. Peterskirche stammt aus dem Jahr 1278; 1286 erhalten die Nonnen vom Churer Bischof Friedrich von Montfort die Regel des hl. Augustinus sowie als urkundliche Schenkung die St. Peterskirche. Um 1420 weiht der Churer Weihbischof Pantaleon eine neue Klosterkirche ein. 1525 wird das Kloster von einem schweren Brand heimgesucht; alles wird vernichtet.
1560 wütet in Bludenz die Pest. Alle Schwestern - bis auf eine - sterben. Das Kloster bleibt während 16 Jahren verödet. 1622: Der Prättigauerkrieg sucht das Land heim. Bis auf die drei ältesten fliehen alle Schwestern. 1640 bis 1646 wird die Kirche erweitert, in den folgenden Jahren deren Ausstattung. 1647 beruft Bischof Johann VI. die Chorfrau Johanna Gauwin aus dem Dominikanerinnenkloster in Bludenz zur Neugründung und Leitung des Frauenklosters Cazis.
Zwischen 1707 und 1730 wird - nach einem erneuten Brand - die Klosteranlage im barocken Stil neu gestaltet. 1730 wird die Kirche (Foto oben links) neu geweiht. 1768 nehmen die Bludenzer Nonnen vier Schwestern aus Cazis bei sich auf. Das Kloster Cazis ist kurz zuvor von einem Brand zerstört worden.